Chronik

Lützelbuch 1972 bis 1997 (Auszug aus der Chronik anlässlich der 25-Jahr-Feier des Bürgervereins)

Im Zuge der Bayerischen Gebietsreform wurde die selbständige Gemeinde Lützelbuch zum 1. Januar 1972 zur Stadt Coburg eingegliedert. Die Bürger des neuen Stadtteils entschlossen sich am 19. Februar 1972 einen Bürgerverein zu gründen. In der Gastwirtschaft Fink trugen sich 95 Bürger in die Gründungslisten ein. Am Ende des Gründungsjahres zählte der Verein 121 Mitglieder.

Zum 1. Vorsitzenden wählten die Lützelbucher ihren Ehrenbürger und ehemaligen Bürgermeister Rolf Forkel.

  • 2. Vorsitzender Otto Napral
  • Kassier Siegfried Fertsch
  • Kassier Albert Scheler
  • Schriftführer Franz Engel
  • 2. Schriftführer Heinz Schulz
  • Beisitzer Wilhelm Angermann, Karl Reuß, Hans Dehier

Nach kurzer Amtszeit verstarben im Gründungsjahr Franz Engel und Hans Dehier. Heinz Schulz übernahm die Protokollführung, Rudolf Prause, Fritz Knauf und Anton Speierl wurden Beisitzer.

von links nach rechts vordere. Reihe : Stadtkämmerer Karl-Heinz Höhn, Max Christ (Seidmannsdorf), Rolf Forkel (Lützelbuch), OB Wolfgang Stammberger, Walter Faber (Rögen), 3. Bürgermeister Georg Brütting

hintere Reihe: Hans Dehler, Franz Engel, Albert Scheler, Karl Reuß, Wilhelm Angermann, Otto Napral (alle Lützelbuch)

Das Gemeindehaus wurde in den letzten Jahren der Selbständigkeit Lützelbuchs in der Weiherstraße gebaut. Gemeindeverwaltung, Standesamt, Bücherei und Feuerwehrdepot waren hier untergebracht. Bürgernahe Verwaltung wurde durch die Ortskanzlei im Gemeindehaus, die Ortssprecher Rolf Forkel in bewährter Form leitete, gewährleistet. Im Mai 1984 wurde Stadtrat Rolf Forkel zum 3. Bürgermeister der Stadt Coburg ernannt. Inge Forkel übernahm die Ortskanzlei und führte sie bis 1988. Vorstandssitzungen finden heute noch im Büchereizimmer statt und die Freiwillige Feuerwehr Lützelbuch sowie der Kleintierzuchtverein nutzen die Lagerräume. Guter Geist des Hauses ist Elfriede Riedel, die zudem noch die Sterbekasse des Stadtteils betreut. Unterstützt wird sie vom Vereinsboten Fritz Hofmann.

Gemeindehaus

Mehrzweckhalle

Mit dem Bau der Mehrzweckhalle in der Hofwiese wurde im Spätherbst 1972 begonnen. Das Eingemeindungsgeschenk der Stadt Coburg konnte am 15. September 1973 eingeweiht werden. Seit dieser Zeit ist der Bürgerverein Lützelbuch für die Hallenverwaltung verantwortlich. Als Hallenverwalter fungierten Siegfried Fertsch, Inge Forkel und seit April 1995 Sabine Fertsch organisatorisch zuständig Anton Speierl und seit 1996 Rudi Prause. Hausmeister waren Günter und Marie-Luise Fenzlein. Ab 01.01.1984 Rudolf Prause. Eigentümer ist die Stadt Coburg, die den Unterhalt trägt. Der Radsportverein und der Turnverein nutzen die Halle als Trainings- und Wettkampfort. Viele Festveranstaltungen, Bürger- und Informationsveranstaltungen sowie Ausstellungen und Wahlen fanden in der Halle statt. Für den Fasching "Sex in Ost" war das Gebäude jahrelang zu klein. Zur "925-Jahr-Feier" der Stadt Coburg 1981 , fühlten sich Amerikaner, Engländer, Franzosen, Belgier, Italiener und Deutsche sehr wohl in Lützelbuch.
Im Jahr 1974 erfolgte der Ausbau der Haaresquelle als Gemeinschaftsaktion der Bürgervereine Seidmannsdorf und Lützelbuch. Am 20. Juni 1975 wurde die Anlage mit einem Quellenfest durch Pfarrer Erich Mickeluhn eingeweiht. Quellenbetreuer waren Albert Scheler, Rudolf Prause und Dieter Reuß. Seit 1996 achtet Günter Bolz auf die Anlage und die Ruhebänke in der Flur. Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Lützelbuch fasste im Kiengrund die Kienquelle und unser Verein kümmerte sich durch Albert Scheler und Werner Hauck um den idyllischen Platz. Die Deutsche Bahn AG wird beim Bau der Trasse Nürnberg/Erfurt an diesem Platz Brückenpfeiler für die "Kiengrundbrücke" setzen.

Kienquelle

Ehrenmal

Für die Pflege des Ehrenmals in Seidmannsdorf fühlte sich der Bürgerverein Lützelbuch verantwortlich und stellte mit Albert Scheler, Rudolf Prause und Werner Hauck die Pfleger. Seit 1996 wird das Spendenkonto vom Bürgerverein Seidmannsdorf verwaltet. Die Gedenkstätte wurde für die Vermissten und Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges errichtet. Am Volkstrauertag im November jeden Jahres, findet eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung statt.
Im Jahre 1883 erwarb die Schulgemeinde Lützelbuch - Rögen in der jetzigen Gaiser Straße das Haus von Peter Bauer und erweiterte das Gebäude mit dem Anbau des Lehrsaales. Am 15. Mai 1884 erfolgte die Einweihung. Ab dem Schuljahr 1968/69 besuchten die grundschulpflichtigen Kinder von Lützelbuch und Rögen die städtischen Grund- und Hauptschulen. Das Wohnhaus dient Herrn Hauptlehrer i.R. Arno Zech als Wohnung. Unser 90-jähriges Ehrenmitglied betreut noch heute die Bücherei im Gemeindehaus und sorgt für den aktuellen Stand der umfangreichen Häuserchronik unseres Stadtteils. Das Schulgebäude wird als Lagerraum von den Ortsvereinen genutzt. Für den Stadtteil ist die Schule ein Zeitzeuge.

Schule

Patenschaftsschild

Einen Dorfbrunnen wünschten sich die Lützelbucher und beteiligten sich durch eine Vereinsspende am Bau in der Lützelbucher Straße. Beim Bau der Teilumgehung Lützelbuch / Rögen fand das Partnerschaftsschild GAIS - LÜTZELBUCH einen neuen Standort und schmückt nun den Brunnenplatz. Die Patenschaft mit der Südtiroler Gemeinde wurde 1971 durch Bürgermeister Florian Kronbichler/Gais und Bürgermeister Rolf Forkel/Lützelbuch gegründet, 1977 urkundlich gefestigt durch Bürgermeister Sebastian Jaufenthaler und Stadtrat Rolf Forkel. Gegenseitige Besuche, Feste sowie ein zehnjähriger Schüleraustausch vermittelten Eindrücke und Erlebnisse besonderer Art. Der amtierende Bürgermeister Max Brugger und Albert Forer begleiten die Patenschaft auf ihrem 25-jährigen Lebensweg in Südtirol. Die Gaiser Straße in Lützelbuch und die Lützelbucher Straße in Gais erinnern die Menschen an einen kleinen Stein auf dem Weg zu einem "Vereinten Europa".

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