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Lützelbuch 1972 bis 1997 (Auszug aus
der Chronik anlässlich der 25-Jahr-Feier des Bürgervereins)
Im Zuge der Bayerischen Gebietsreform wurde die selbständige
Gemeinde Lützelbuch zum 1. Januar 1972 zur Stadt Coburg
eingegliedert. Die Bürger des neuen Stadtteils entschlossen
sich am 19. Februar 1972 einen Bürgerverein zu gründen.
In der Gastwirtschaft Fink trugen sich 95 Bürger in die
Gründungslisten ein. Am Ende des Gründungsjahres zählte
der Verein 121 Mitglieder.
Zum 1. Vorsitzenden wählten die Lützelbucher ihren Ehrenbürger
und ehemaligen Bürgermeister Rolf Forkel.
- 2. Vorsitzender Otto Napral
- Kassier Siegfried Fertsch
- Kassier Albert Scheler
- Schriftführer Franz Engel
- 2. Schriftführer Heinz Schulz
- Beisitzer Wilhelm Angermann, Karl Reuß, Hans Dehier
Nach kurzer Amtszeit verstarben im Gründungsjahr Franz
Engel und Hans Dehier. Heinz Schulz übernahm die Protokollführung,
Rudolf Prause, Fritz Knauf und Anton Speierl wurden Beisitzer.
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Mit
dem Bau der Mehrzweckhalle in der Hofwiese wurde im
Spätherbst 1972 begonnen. Das Eingemeindungsgeschenk
der Stadt Coburg konnte am 15. September 1973 eingeweiht
werden. Seit dieser Zeit ist der Bürgerverein Lützelbuch
für die Hallenverwaltung verantwortlich. Als Hallenverwalter
fungierten Siegfried Fertsch, Inge Forkel und seit April
1995 Sabine Fertsch organisatorisch zuständig Anton
Speierl und seit 1996 Rudi Prause. Hausmeister waren
Günter und Marie-Luise Fenzlein. Ab 01.01.1984 Rudolf
Prause. Eigentümer ist die Stadt Coburg, die den Unterhalt
trägt. Der Radsportverein und der Turnverein nutzen
die Halle als Trainings- und Wettkampfort. Viele Festveranstaltungen,
Bürger- und Informationsveranstaltungen sowie Ausstellungen
und Wahlen fanden in der Halle statt. Für den Fasching
"Sex in Ost" war das Gebäude jahrelang zu klein. Zur
"925-Jahr-Feier" der Stadt Coburg 1981 , fühlten sich
Amerikaner, Engländer, Franzosen, Belgier, Italiener
und Deutsche sehr wohl in Lützelbuch. |
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| Im
Jahr 1974 erfolgte der Ausbau der Haaresquelle als Gemeinschaftsaktion
der Bürgervereine Seidmannsdorf und Lützelbuch. Am 20.
Juni 1975 wurde die Anlage mit einem Quellenfest durch
Pfarrer Erich Mickeluhn eingeweiht. Quellenbetreuer
waren Albert Scheler, Rudolf Prause und Dieter Reuß.
Seit 1996 achtet Günter Bolz auf die Anlage und die
Ruhebänke in der Flur. Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung
Lützelbuch fasste im Kiengrund die Kienquelle und unser
Verein kümmerte sich durch Albert Scheler und Werner
Hauck um den idyllischen Platz. Die Deutsche Bahn AG
wird beim Bau der Trasse Nürnberg/Erfurt an diesem Platz
Brückenpfeiler für die "Kiengrundbrücke" setzen. |
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Für die Pflege
des Ehrenmals in Seidmannsdorf fühlte sich der Bürgerverein
Lützelbuch verantwortlich und stellte mit Albert Scheler,
Rudolf Prause und Werner Hauck die Pfleger. Seit 1996
wird das Spendenkonto vom Bürgerverein Seidmannsdorf
verwaltet. Die Gedenkstätte wurde für die Vermissten
und Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges errichtet.
Am Volkstrauertag im November jeden Jahres, findet eine
Gedenkfeier mit Kranzniederlegung statt. |
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| Im Jahre 1883
erwarb die Schulgemeinde Lützelbuch - Rögen in der jetzigen
Gaiser Straße das Haus von Peter Bauer und erweiterte
das Gebäude mit dem Anbau des Lehrsaales. Am 15. Mai
1884 erfolgte die Einweihung. Ab dem Schuljahr 1968/69
besuchten die grundschulpflichtigen Kinder von Lützelbuch
und Rögen die städtischen Grund- und Hauptschulen. Das
Wohnhaus dient Herrn Hauptlehrer i.R. Arno Zech als
Wohnung. Unser 90-jähriges Ehrenmitglied betreut noch
heute die Bücherei im Gemeindehaus und sorgt für den
aktuellen Stand der umfangreichen Häuserchronik unseres
Stadtteils. Das Schulgebäude wird als Lagerraum von
den Ortsvereinen genutzt. Für den Stadtteil ist die
Schule ein Zeitzeuge. |
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Einen Dorfbrunnen
wünschten sich die Lützelbucher und beteiligten sich
durch eine Vereinsspende am Bau in der Lützelbucher
Straße. Beim Bau der Teilumgehung Lützelbuch / Rögen
fand das Partnerschaftsschild GAIS - LÜTZELBUCH einen
neuen Standort und schmückt nun den Brunnenplatz. Die
Patenschaft mit der Südtiroler Gemeinde wurde 1971 durch
Bürgermeister Florian Kronbichler/Gais und Bürgermeister
Rolf Forkel/Lützelbuch gegründet, 1977 urkundlich gefestigt
durch Bürgermeister Sebastian Jaufenthaler und Stadtrat
Rolf Forkel. Gegenseitige Besuche, Feste sowie ein zehnjähriger
Schüleraustausch vermittelten Eindrücke und Erlebnisse
besonderer Art. Der amtierende Bürgermeister Max Brugger
und Albert Forer begleiten die Patenschaft auf ihrem
25-jährigen Lebensweg in Südtirol. Die Gaiser Straße
in Lützelbuch und die Lützelbucher Straße in Gais erinnern
die Menschen an einen kleinen Stein auf dem Weg zu einem
"Vereinten Europa". |
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